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Ratgeber

Systeme verbinden statt ersetzen: warum die neue Komplettlösung selten die Antwort ist

Wenn Programme nicht zusammenarbeiten, liegt der Gedanke an eine neue Komplettlösung nahe. Oft ist es günstiger und sicherer, die vorhandenen Systeme zu verbinden. Ein Überblick.

Von Nikolai Sperling · · 2 Minuten Lesezeit

In einfachen Worten

Wenn Programme nicht zusammenarbeiten, denken viele an ein ganz neues Programm.

Ein Wechsel ist aufwendig, weil alle neu lernen und alle Daten umziehen müssen.

Oft ist es günstiger und sicherer, die vorhandenen Programme zu verbinden.

Dann fließen die Daten von selbst.

Ein Wechsel lohnt sich vor allem, wenn ein Programm keine Verbindung zulässt.

Das bekannte Muster

Ein Unternehmen wächst, und mit ihm die Zahl der Programme: eines für Angebote, eines für die Buchhaltung, eines für Termine, dazu Tabellen für alles dazwischen. Irgendwann fällt der Satz: Wir brauchen ein System, das alles kann.

Was gegen die große Lösung spricht

  • Die Umstellung trifft alle gleichzeitig. Jede Abteilung muss neue Abläufe lernen, während das Tagesgeschäft weiterläuft.
  • Bewährtes geht verloren. Ihre heutigen Programme sind oft genau auf Ihre Arbeit zugeschnitten, mit Einstellungen, die über Jahre gewachsen sind.
  • Die Daten müssen umziehen. Ein Datenumzug ist aufwendig und fehleranfällig.
  • Das Problem bleibt. Auch eine Komplettlösung hat Lücken, und dann entstehen neue Tabellen daneben.

Was Integration bedeutet

Bei einer Integration bleiben Ihre Programme bestehen. Wir verbinden sie über ihre Schnittstellen, sodass Informationen automatisch fließen: Ein neuer Auftrag erscheint in der Disposition, eine Rechnung in der Buchhaltung, ein Status beim Kunden.

Wichtig ist, für jede Information ein führendes System festzulegen. Sonst entstehen zwei Wahrheiten, die sich widersprechen.

Wann sich ein Wechsel doch lohnt

  • Wenn ein Programm keine Schnittstelle hat und auch keinen regelmäßigen Export bietet
  • Wenn der Hersteller das Programm nicht mehr pflegt
  • Wenn die Kosten für Umwege dauerhaft höher sind als für einen Wechsel

Auch dann empfehlen wir, schrittweise vorzugehen und das neue System zuerst mit den bestehenden zu verbinden.

Wie Sie anfangen

Schreiben Sie auf, welche Programme Sie nutzen und welche Informationen zwischen ihnen per Hand übertragen werden. Mit dieser Liste lässt sich im Erstgespräch schnell einschätzen, welche Verbindungen möglich sind.

Nikolai Sperling baut mit Tasklytic Automatisierungen, Integrationen und KI-Systeme für Unternehmen. Geschäftsprozess zuerst, Technologie danach. Mehr über Tasklytic

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